BUCH "Alveoläre Kavitäten" DE
Dr. Dr. (PhD-UCN) Johann Lechner
Alveoläre Kavitäten -
fettig-degenerativen Osteonekrosen des Kieferknochens
Das Buch Alveoläre Kavitäten beschreibt die bislang unterschätzten fettig-degenerativen Osteonekrosen des Kieferknochens (FDOK) als chronisch aseptische und ischämische Veränderungen des Kieferknochenmarks, bei denen funktionsfähiges Knochengewebe durch degeneriertes Fettgewebe ersetzt wird.
Diese röntgenologisch schwer erkennbaren Läsionen sind nicht einfach nur eine „schlechte Wundheilung“, sondern stellen eine eigenständige Pathologie mit morphologischer und immunologischer Endstruktur dar. Osteoimmunologische Fehlregulationen zwischen Knochen- und Immunsystem führen zu charakteristischen Mustern von Zytokin Expressionen mit singulär überexprimierter Expression von RANTES/CCL5.
Gleichzeitig sind die klassischen Entzündungsmarker TNF-α und IL-6 stark reduziert. Diese Konstellation erklärt eine „stille“, chronische Entzündung ohne typische klinische Th1/Typ1 Entzündungszeichen und wird als mögliche Quelle systemisch- immunologischer Wirkung diskutiert, etwa bei Autoimmun-, Tumor- oder neurodegenerativen Erkrankungen.
Alveoläre Kavitäten grenzt FDOK klar von medikamentenassoziierten Kiefernekrosen ab, ordnet sie in ICD-10 (M87.0/M87.2) und ICD-11 (FB81.0) ein und hinterfragt sowohl pauschalisierte operative Eingriffe als auch voreingenommene Ablehnungen des Krankheitsbildes. Moderne, strahlungsfreie Bildgebungsverfahren wie die transalveoläre Ultraschallsonographie (TAU) werden als diagnostische Ergänzung vorgestellt und gewinnen in der Praxis immer mehr an Bedeutung.